Artikelserie: Closed Loop; 2. Was braucht man (Hardware/Software/Faktoren)?

2. Was braucht man dafür?

Man braucht mehrere Sachen.

Wichtig, ich werde hier nur über die Variante mit der Dana R berichten. Die OpenAps Varianten werden ich erwähnen, aber nicht weiter drauf eingehen.

Einmal die Hardware:

  • Ein CGM, welches man mit Glimp/xDrip+ oder eigener Software auslesen kann (z.B. ein Dexcom) oder
  • ein Freestyle Libre, der mit einem Transmitter wie Smartwatch3, LimiTTer, BlueReader, SweetReader, Bluecon, Transmitter Mini oder ähnlichen ausgelesen wird.
  • Eine kompatible Pumpe. Da gehen ältere Medtronic Pumpen oder die Dana Diabcare R, bzw. dann bald die Dana Diabcare RS und vielleicht auch die Combo
  • Ein Handy mit Android 4.4 oder höher. Besser natürlich 6 oder 7

Am Ende sieht die komplette Hardware, die ich mit mir rum trage dann so aus:

 

Meine Diabetes Hardware

 

2.1 Die Software

2.1.1 BZ-Quellen

Einmal Braucht man eine BZ Quelle. Dafür eignet sich xDrip+ oder Glimp. Ich bevorzuge xDrip+, da ich es selbst anpassen kann (Quellcode ist offen) und man kann sehr, sehr viel mehr einstellen.

xDrip+ ist so verdammt mächtig und alleine die Anzeige des BZ (kalibriert) auf der Uhr am Handgelenk mit dem Trend, macht das Leben so viel leichter.

Zum Beispiel wurde auf dem Ziffernblatt/Uhr sehr viel geändert, was bei mir auch nach dem deaktivieren die Laufzeit der Uhr am Handgelenk auf unter < 20h verringert hat. Dadurch, dass mein Java nicht so gut ist, habe ich eine Version von Mai/Juli oder so genommen, wo der Akku-Verbrauch noch gut war und die benötigten Änderungen, wie z.B. für den BlueReader oder andere BugFixes, dank Changelogs/Git rein einfach gepatcht.

Wenn man nun natürlich 50 Patches auf einmal einspielt, dann kann man (als unerfahrener Java Nutzer), dann schon mal dreimal so lange wieder zum einzelne Patches rückgängig machen brauchen.

 

So, nun hat man also Glimp oder xDrip+ installiert (ich rede hier jetzt immer nur von xDrip+). Dort dann die entsprechende Quelle ausgewählt und kann dann unter “Einstellungen”, “Inter-App Einstellungen”, ” Lokaler Broadcast” aktivieren. Bei mir sind alle Punkte aktiv, bis auf der letzte:

Da ich nur in xDrip+ kalibriere und nicht in den anderen Apps, sollen diese unter Umständen (bei Fehlbedienung…) die Kalibrierung von xDrip nicht kaputt machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.1.2 AndroidAPS

AndroidAPS ist eine verdammt super App. Ohne diese App, würde die Steuerung so einfach nicht funktionieren.

AndroidAPS ist die Software, welche sich dann zur Pumpe verbindet und die temporäre Basalrate, bzw. den Extended Bolus erhöht oder runter stellt.

Je nach den Einstellungen in AndroidAPS selbst, kann man damit immer perfekte Nächte schaffen.

Dadurch, dass ich mich zu ungesund ernähre, ist mit der ICT bei mir nicht möglich, mehr als 50% im Zielbereich zu schaffen.

Mit AAPS schaffe ich mit dem gleichen Lebensstill mindestens 75 bis 90% im Zielbereich.

Dazu kann man das Insulin einfach per SmartWatch abgeben und muss dadurch nicht mehr das Handy raus holen, bzw. kann in der randvollen S-Bahn trotzdem korrigieren, bzw. essen.

 

Wie man AndroidAPS kompiliert ist im Wiki sehr gut beschrieben:

https://github.com/MilosKozak/AndroidAPS/wiki/Home_de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2.2 Faktoren

Es gibt ein paar Faktoren, die man zu einer passenden Basalrate braucht. Dies sind folgende:

Damit kann man dann eigentlich schon los legen.

Es gibt noch einige weitere Einstellungen, die man dann im Feintuning anpassen und einstellen kann.

Dazu gibt es unterschiedliche Algorithmen die z.B. die Sensitivität ermitteln und anpassen. Je nach dem, welchen man verwendet, ist es unabdingbar, die gegessenen Kohlenhydrate sehr genau einzugeben, ansonsten ermittelt der Algorithmus falsche Werte.

Ich fahre mit der “Durchschnittlichen Sensitivität” am besten.

Beim APS gibt es zwei Varianten. Einmal OpenAPS MA und einmal OpenAPS AMA der AMA, kann z.B. früher beim Bolus abgeben reagieren.

Also das essen braucht z.B. länger, weil es sehr fettig  oder langsam ist, so stellt der Algorithmus das Insulin bereits aus.

Oder wenn der Blutzucker direkt in die Höhe schießt, gibt er auch direkt mehr Insulin.

Da habe ich z.B. festgestellt, das bei ganz schnellen Kohlenhydrate wie RedBull mit Zucker, ist es dann zu schnell und somit zu viel Insulin am Wirken. Da berechne ich dann nicht die ganzen KH, sondern nur 200ml statt 250. Damit komme ich dann sehr gut hin.

 

Im nächsten Artikel beschreibe ich dann, wie man die einzelnen Faktoren ermittelt und was die einzelnen Variablen in AAPS bedeuten und für was sie da sind.

 

Es fällt mir nicht so leicht das alles schriftlich zu schreiben und zu erklären. Mündlich ist das viel einfacher.

 

Artikelserie: Closed Loop; 1. Was ist ein Closed Loop, was versteht man darunter und was macht es?

1. Was ist ein Closed Loop, was versteht man darunter und was macht es?

Das “closed” ist Englisch und heißt “geschlossen”. Das “loop” ist ebenso Englisch und heißt “Schleife”.

Zusammen heißt “Closed Loop” dann “Geschlossene Schleife”.

 

In diesem Fall, bzw. worüber ich hier berichte, spricht man zwar vom “closed loop”, aber es ist eigentlich ein “Hybrid Closed Loop” oder “Semi Closed Loop”, da für ein richtiges Closed Loop noch Glukagon fehlt, welches den Blutzucker auch wieder erhöhen kann.

In den aktuelleren Versionen, die so auf dem Markt existieren, kann man nur mit Insulin dagegen steuern (noch) 🙁

Ist/Wird der Blutzucker zu niedrig => Insulin abstellen.

Ist/Wird der Blutzucker zu hoch => Insulin erhöhen.

 

 

1.1 Was macht es denn eigentlich?

Es prüft alle paar Minuten sämtliche Daten, die es bekommt oder bekommen hat, wie z.B.:

  • BZ (Blutzucker in diesem Fall steht er für GZ (Gewebe-Zucker))
  • IOB (Insulin On Board = noch wirkendes Insulin)
  • Delta (Trend, also wie hat der BZ sich in den letzten paar Minuten verändert)
  • COB (Carbs On Board = noch wirkende KH)

Daraus versucht der Algorithmus dann in die Zukunft zu schauen.

Wenn der Blutzucker stark sinkt oder noch Insulin vorhanden ist, was einen in den Unterzucker bringen könnte, so schaltet es das Basal-Insulin aus.

Damit kann es je nach Einstellungen und Genauigkeit der Faktoren sehr gut einen Unterzucker verhindern.

Wenn ich mich allerdings stark verschätzt habe und das Essen statt 5BE/KE nur 1BE/KE hatte, so habe ich natürlich viel zu viel Insulin on Board.

Da bringt dann auch das ausschalten der Basalrate nichts. Die restlichen IE (Insulineinheiten) muss man dann “weg essen”.

Wenn ich aber richtig geschätzt habe und mich etwas länger bewegt habe, dadurch das Insulin besser wirkt und ich ins Bett gehe, der Blutzucker noch leicht fällt und praktisch kein Bolus Insulin mehr wirkt, so kann das Abschalten einen Unterzucker komplett verhindern.

Falls aber in der Nacht, von vergessenen FPE der Blutzucker dann doch noch steigt, so kann es, entsprechend der Einstellungen, mehr Insulin abgeben. So kann es gut einen starken Anstieg verlangsamen, abfangen und mich wieder in Zielbereich bringen.

 

 

1.2 Funktioniert das überhaupt?

Es hängt natürlich auch viel davon ab, ob die Einstellungen, Faktoren usw. alle richtig, bzw. sehr nah dran sind. Ebenso wie sehr ich mich verschätze.

ABER: Es schafft bei mir, wenn ich abends normal gegessen habe, das ich nachts eine gerade Linie im Zielbereich habe:

In der Zeit von 02 bis 06 Uhr habe ich ein Zielbereich von 80-100 mg/dl angegeben.

Von 06:30 an, ist der Zielbereich dann höher: 90 bis 140 mg/dl

Da ich so zwischen 07 und 10 Uhr aufstehe und meist auch zur Arbeit gehe, weiß ich nie, ob ich nun um 07 zur Sbahn renne oder erst um 09 Uhr. Daher hab ich ihn für alle Fälle zu der Zeit lieber etwas höher.

 

 

1.3 Was sind das für blaue Zacken auf dem Bild?

Die gepunktete Linie ohne Balken nach unten, ist die BasalRate.

Wenn ein Einbruch da ist, dann hat das System abgeschaltet oder auf xxx % oder um xxx ie runter geschaltet:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Balken weiter nach unten zeigen oder über die BR-Linie hinausgehen, dann hat das System mehr Insulin abgegeben, damit der Blutzucker entsprechend nach meinen Faktoren weiter sinkt:

 

 

 

 

 

 

 

 

Die grünen dicken Punkte sind die Blutzuckerwerte.

 

Auch was auf dem oberen Bild total super aussieht ist viel Arbeit und dauert, da man die ganzen Faktoren erst ermitteln, dann prüfen und noch mal anpassen muss, bis sie stimmen.

Auch wenn es gut läuft, muss man die Faktoren und BasalRate immer wieder überprüfen und gegeben falls die Werte anpassen.

 

Vorheriges Kapitel: Startseite

Artikelserie: Closed Loop

In dieser Serie von Artikel, möchte ich erklären, was ein Closed Loop System überhaupt ist, was man sich darunter vorstellen kann, was es braucht, was es kann, was es nicht kann und was für Variablen man ermitteln muss.

Es handelt sich hierbei um ein Do It Yourself (DIY) ClosedLoop, von daher ist jeder selbst für die Konfiguration, Einstellungen, Fehler usw. verantwortlich.

nightscout ansicht

Ich übernehme keine Haftung für falsche Handhabung! Falls du dir nicht sicher bist, frage in den jeweiligen Chats, Gruppen, Foren nach oder schau in der/das Doku/Wiki rein!

 

 

Wenn man nicht die benötigten Faktoren ermitteln möchten (wie ein Basalraten Test, mehrere…), dann bitte nicht weiter lesen und hier abbrechen!

Wenn man sich damit beschäftigen möchte und bereit ist, praktisch 3 Wochen lang jeden Tag ein Basalraten Test zu machen und weiß was ein cgm/fgm ist, wo der Unterschied zwischen dem GZ und BZ ist, dann herzlich willkommen 🙂

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist ein Closed Loop, was versteht man darunter und was macht es?

  2. Was braucht man (Hardware/Software/Faktoren)?

  3. Wie ermittle ich die benötigten Faktoren?

  4. Installation/Nutzung von Nightscout

  5. AAPS konfigurieren

  6. Lernvorgang starten und verifizieren der Parameter

  7. Optimierungsmöglichkeiten (Autotune)

 

Sobald die einzelnen Punkte fertig geschrieben sind, werden diese hier dann verlinkt.

Ein Zeitplan dafür gibt es nicht. Also einfach auf Twitter, FB usw. mal schauen, ob es was neues gibt 🙂

 

Und auch alle externen Quellen:

Linkliste:

kommt bald

Häufig benutzte Abkürzungen in den sozialen Medien (FB, Twitter usw.) im Bezug auf Diabetes

Hier einmal häufige Abkürzungen, die in Foren, Twitter, Blogs, Facebook usw. vorkommen und wenn sie im Zusammenhang mit Diabetes vorkommen.

Falls welche fehlen, gerne rein kommentieren 🙂

 

Abkürzung Ausgeschrieben
KK KrankenKasse
KV Kassenärztliche Vereinigungen
BZ/BZW BlutZucker/BlutZuckerWert
GZ GewebeZucker
BG BloodGlucose
CGM Continues Glugose Monitoring
FGM Flash Glucose Monitoring
FSL FreeStyle Libre
KF KorrekturFaktor
KHF KohlenhydrateFaktor
CR CarbRatio (entspricht KHF)
COB Carbs On Board (noch wirkende Kohlenhydrate)
ISF (auch KF) Insulin Sensitivity Facktor
DIA Duration of Insulin Activity http://www.diabettech.com/insulin/why-we-are-regularly-wrong-in-the-duration-of-insulin-action-dia-times-we-use-and-why-it-matters/
IAT Insulin Action Time
IOB Insulin On Board (noch wirkendes Insulin)
BE Broteinheit (12g KH)
KE KohlenhydratEinheit (10g KH)
KH Kohlenhydrate
FPE FettProteinEinheit
IE InsulinEinheit
U Unit (Einheit)
SAGE SensorAge (SensorAlter)
IAGE InsulinAge (InsulinAlter)
CAGE CatheterAge (KatheterAlter)
SEA Spritz-Ess-Abstand (dea)
DEA Drück-Ess-Abstand (sea)
LO Low (zu niedrig)
HI High (zu hoch)
UZ UnterZucker (<50 oder <70mg/dl), einfach zu niedrig
ÜZ ÜberZucker (> 200 oder 250mg/dl), einfach zu hoch
T1D Typ 1 Diabetes
DT1 Diabetes Typ 1
DIA DIA (siehe weiter oben) oder Diabetes
BR BasalRate
Keto Ketoazidose
MDK Medizinischer Dienst der Krankenkassen
KH KH (siehe weiter oben) oder KrankenHaus
NS NightScout
 

 

 

erste Version vom SmartWatch Halter damals

Wie alles begann. Die letzten 20 Jahre und was sich verändert hat.

Ich erzähle einfach nur kurz über mich, wie es damals anfing, es zwischendurch war und wo ich heute bin.

 

Dezember 1996

Mit natürlich viel Durst und Müdigkeit usw. hat es anfangen. Meine Schwester und ich waren damals bei der Verwandtschaft in Berlin über die Winterferien.

Auf dem Hinweg hab ich schon 3 Liter getrunken und auf dem Rückweg noch mehr und meine Schwester hat mir aus dem Bord-Bistro noch Wasser gekauft.

Dann habe ich noch Fieber bekommen und wir sind schließlich am 14.01.1997 zum Hausarzt.

Als dieser ins Zimmer kam, hat er schon direkt die Nase gerümpft und “Azeton” gebrüllt und direkt den BZ gemessen.

425 mg/dl war er damals und ich bin danach direkt ins Kinderkrankenhaus gekommen.

 

 

 

Irgendwann 1998 – 2000

Hab ich dann vom grimmigen Diabetologe das Humalog bekommen und man war schon viel freier. Für mich evtl. zu frei.

Damals war ich, dank meinen Eltern, auch auf einigen Kinderkursen in Bad Mergentheim und noch ein anderes Camp in Berlin. Sie waren echt super und kann ich nur jedem empfehlen, das zu versuchen für seine Kinder auch zu machen.

Die Remissionsphase war dann auch so halb vorbei und ich hab (wie heute) alles auf den Diabetes geschoben:

Schule geschwänzt -> Diabetes ist schuld

keine Lust -> Diabetes ist schuld

hat nicht geklappt -> Diabetes ist schuld

Mit nur Schule schwänzen und stattdessen schwimmen gehen, konnte ich den BZ nicht mehr im Zielbereich halten. Und es erfolgten weitere Klinikaufenthalte.

Das Problem allgemein war einfach immer die Aussage “Mach so weiter und mit 30 ist dein Leben vorbei”. Irgendwann prägt ein das dann und man stellt sich darauf ein. Das, was die Ärzte erreichen wollte, ist natürlich nicht eingetreten, sondern das Gegenteil -> Trotzphase “mir doch egal”.

 

 

 

Sommer 2003 – 2006

Die anderen Phasen habe ich auch überstanden mit vielen Hoch und Tiefs, wie vermutlich jeder.

Die Ausbildung, welche mir das Arbeitsamt “aufgedrückt” hat, war gar nicht so schlimm. Konnte ohne lernen die Ausbildung mit einer ~2er Note abschließen.

Aber auch in dieser Zeit, waren die Werte viel zu hoch und der Hba1c lag immer so bei 11-14 (bestimmt auch schon vor 2003).

Das erste Jahr im Betrieb hab ich jeden Tag locker eine Stunde verschlafen und einmal die Woche über vier Stunden.

Dadurch, dass es ein kleiner Betrieb noch war, waren die Chefs entsprechend cool und haben das durchgehen lassen. Nach dem ersten Jahr hat es sich dann auch durch spätere Schichten und besseren BZ und hba1c auch gebessert.

 

 

 

2006 bis 2016

Der Diabetologe hatte dann irgendwann auch keine wirkliche Zeit mehr und trotz Termin musste man zwei Stunden warten um endlich das Blut sich abzapfen zu lassen.

Also war ich irgendwann auch nicht mehr dort. Alles ging dann über den Hausarzt, wo ich das Insulin usw. bekommen habe. Hba1c-Werte wurden grob einmal im Jahr gemacht. Lagen dank der überhöhten Basalrate bei meist unter 8.

Diese war fast dreimal so hoch, wie sie sein sollte. Damit ich möglichst wenig Spritzen muss und es hat ja auch halbwegs gut geklappt. Frühs war dann die Wirkung am stärksten und hat mich in UZ gebracht, wenn es Frühstück gab.

Nachmittags und abends, war dann etwas problematischer. Das Abendessen wurde mit dem Basal zur Nacht abgedeckt.

Dies ging auch einmal gehörig schief, wo ich dann wusste “Bitte lieber Leber, lass schnell deine Speicher leeren und mich in paar Stunden aufwachen”. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

 

Juli 2016

Irgendwie hab ich vom Freestyle Libre gehört. Das größte Problem war ja, das die BZ-Messungen so übelst krass stark wehgetan haben oder dann es nach blutete und alles verschmierte.

Eine Pennadel hat die ganze Patrone über gehalten 😐

Mein Hausarzt sagte mir dann, er können mir das FSL nicht verschreiben, dürfen nur Fachärzte.

Also über maps gesucht und meine heutige Praxis Dr. Hierl und Dr. Fuchs gefunden. Moderne Praxis, nette Leute und kurze Wartezeit auf den ersten Termin.

Die DiaFee Rosi, kannte das Freestyle usw. auch schon und wusste, was auf dem Rezept stehen muss (ja, beim Hausarzt, eine Gemeinschaftspraxis, habe ich einmal ein Rezept von einem Doc bekommen, was aber wegen “Formfehler” von Abbott abgelehnt wurde).

Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt.

Ich wollte dann nur noch gute Werte habe (zu übereifrig) und da es keine Probleme mit Mengen gab, hatte ich auch genüg von allem, was ich brauchte.

Die ersten 3 Monate war ich glaub jede Woche einmal 1-2 Stunden in der Sprechstunde. Dann weitern 3 Monate locker alle 14 Tage.

Und das krasse, es gab kein anpflaumen oder rum meckern oder sonstiges!

Wenn ich nicht der gleichen Meinung war, dann gab es halt ein Versuch: 1-2 Wochen nach meiner Vorstellung, 1-2 Wochen nach der von Rosi.

Seit dem hatte ich dann auch 4mm Pennadeln, die halt wirklich, so gut wie gar nicht mehr wehtun.

 

 

 

September 2016

Die Einzelteile für den LimiTTer hatte ich dann endlich alle zusammen und habe dann beim Recherchieren festgestellt, dass es LibreAlarm gibt und ich die Uhr ja schon habe. Kurz um, die swr umgebaut und siehe da, es ging. Super Sache!

 

erste Version vom SmartWatch Halter damals

Dadurch bin ich dann auch auf die Community von xDrip+ und AndroidAPS usw. nach kurzem Mailkontakt mit Jon, hat er dann auch LibreAlarm mit als Quelle aufgenommen und man konnte die Werte in xDrip+ dadurch super verwenden (da kalibriert).

Ebenso hab ich mich dann auch den ganzen Facebook-Gruppen angeschlossen und wurde allgemein wieder aktiver in Sachen Diabetes.

Dazu gehört auch sich grob 130 Videos vom DDG-Kongress anzuschauen 🙂 Es ging deutlich bergauf 🙂

 

Seit dem habe ich auch die Werte in Nightscout auf meinem eigenen Server gespeichert.

Der nächste Schritt zur Pumpe war daher nicht weit.

 

 

 

Januar/April 2017

War die Zusage für 3 Monate Probe für die Dana R Pumpe da.

Mit Humalog noch, da wir für dieses die Faktoren kannten, ging es dann Los. Nach dem die Basalrate stimmte, hab ich auch direkt das loopen angefangen.

Der hba1c ist dadurch von 7,8 auf 6,5 mit 5% weniger UZ runter gegangen.

Mit nun Fiasp, sind die Werte zwar durchschnittlich 10mg/dl höher als mit Humalog, aber dafür gibt es deutlich weniger Spitzen.

Aber ich verbrauche auch 30% (kommt auf die Bewegung an) mehr Insulin, da mich 1ie Fiasp nur noch 20-30 mg/dl senkt. Humalog hat da noch 40-50mg/dl geschafft, aber halt auch erst nach 1 Stunde das wirken angefangen. Beim Fiasp sind es bei mir 15 Minuten, bis der GZ fällt.

 

Oben links: ICT mit Humalog und Toujeo

Unten links: CSII mit Humalog

Oben rechts: CSII mit Humalog und Closed Loop

Unten rechts: CSII mit Fiasp und Closed Loop

Vergleich der Therapien ict, csii und lopp mit Humalog und Fiasp, Perzentil

Vergleich der Therapien diagramm, nicht perzentil

 

Oktober/November 2017

Hab ich jetzt gesagt, dass ich darüber auch mal “blogge” und mal schauen ob das so klappt, wie ich es mir vorgenommen habe.

Ansonsten, sehe ich dem locker entgegen und kann aus dem Blog ja immer noch ne PornoSeite dann machen 😉

 

Hallo Welt!

So, der erste Beitrag.

Um was soll es denn hier gehen?

Hauptsächlich habe ich mir vorgenommen über MEINEN Diabetes zu schreiben. Darüber, wie die Erfahrungen bei z.B. neuen Insulin ist oder wie super einfach und besser mein Diabetes Management mit DIY geht.

 

Wer auf FB in den einschlägigen Gruppen aktiv ist, wird die folgende Grafik bestimmt schon mal gesehen haben:

Da sieht man sehr gut, wie viel besser es mit dem loopen funktioniert und noch mal besser mit Fiasp-Insulin. Zu solchen Vergleiche und Erfahrungen werde ich hier beschrieben.

Wer nicht weiß, was mit “loopen” gemeint ist, der sollte dran bleiben. Ich werde es in späteren Beiträgen erklären.

 

 

Viele Themen werden bestimmt ähnlich wie in den anderen Diabetes Blogs sein, aber halt aus meiner Sichtweise.

Und ich werde alle Hersteller, Gruppen, Projekte, Produkte usw. unabhängig verlinken, retweeten, sharen, liken und 1plusen 🙂

 

Und wer Rechtschreibfehler usw. findet, darf sie gerne behalten.

mfg Martin